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Unsere Geschichte – so hat alles begonnen

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Die Kanzlei SANDS wurde bei einem Stück kalter Pizza in einem Korridor im Storting (dem norwegischen Parlament) erdacht, genau in dem Moment, als die Konservative Welle in der norwegischen Politik nachließ. Der Abgeordnete Morten Steenstrup gründete SANDS mit einem einzelnen Mitarbeiter und seiner Frau als Marketingabteilung.
„Es ist kaum zu glauben, wie weit wir mit einer Broschüre und einem kleinen Basisangebot kommen konnten“, berichtet Steenstrup.
Freitag, 29. Dezember 2017

Er sitzt im obersten Stockwerk der neuen Hauptgeschäftsstelle der von ihm gegründeten Firma mit Blick auf das Parlament, wo er zwei Legislaturperioden lang dem Land diente. Fast drei Jahrzehnte später ist die Armada der Prozessanwälte der Kanzlei der Motor einer der souveränsten und innovativsten Kanzleien des Landes.

„Es war in der Tat überhaupt nicht offensichtlich, dass man Dinge so machen kann, wie wir es getan haben.“

SANDS wurde in gewisser Weise geboren, als die Konservative Welle unterging.

Es war 1985, und Morten Steenstrup hatte gerade seine zweite Amtszeit als Konservatives Mitglied des Storting unterbrochen, um Staatssekretär bei Finanzminister Rolf Presthus zu werden. Als Ergebnis einer Regierungsumbildung im folgenden Jahr bat Ministerpräsident Kåre Willoch ihn, Staatssekretär im Büro des Ministerpräsidenten zu werden.

„Es war eine großartige Gelegenheit für einen jungen Anwalt. Leider ist die Willocher Regierung nur zehn Tage später in der Frage um die Benzinsteuer gescheitert“, erinnert sich Steenstrup.

Er nahm an der so genannten „Herbstjagd“ zur Suche nach Optionen zur Fortsetzung der Regierung teil. Sie versuchten, die Konservative Welle am Leben zu erhalten, indem sie Carl I. Hagen von der Norwegischen Framstegspartiet (FrP) dazu brachten, eine Regierung mit Presthus als Premierminister zu unterstützen. Steenstrup war für die Rolle als Stabschef vorgesehen.

„Aber dann wurde ich außerhalb der Verhandlungen sitzen gelassen und aß kalte Pizza. Da und dort beschloss ich, dass es Zeit war, meine eigene Anwaltskanzlei zu gründen.“

Anwaltskanzlei im Sommer geöffnet. Mit Ausnahme von Presthus wusste niemand von Steenstrups Plänen, sich aus der Politik zurückzuziehen. Aber am 20. Mai 1989, am Ende der Storting-Legislaturperiode, ließ der noch junge Anwalt die Politik hinter sich. Als er die Advokatfirmaet Steenstrup gründete, hatte er einen Mitarbeiter und seine Frau, die ebenfalls Juristin ist.

„Wir schalteten Anzeigen in der größten norwegischen Tageszeitung ‚Aftenposten‘ und kündigten an, dass wir den Betrieb aufgenommen haben und dass wir über den Sommer geöffnet haben“, erinnert sich Steenstrup.

Ihre Ambitionen waren definitiv gewagt: Sie wollten die Größten sein, zu einer Zeit, als die größten Kanzleien 25 Anwälte hatten. Da die Zeitungen ständig über neue Fusionen von Anwaltskanzleien berichteten, musste der Ablaufplan angepasst werden, wenn nicht sogar der Ehrgeiz. Steenstrup wollte organisch wachsen.

„Ich würde eine der größten Anwaltskanzleien Norwegens aufbauen. ‚Immer schön mit der Ruhe...‘ sagte meine Frau. Jeden Sonntag und bei jedem Abendessen saßen wir an einem Tisch und überlegten uns, wie wir genug Arbeit für unser Wachstum bekommen konnten. Niemand hat mehr Zeit damit verbracht, über Wachstum nachzudenken als sie.“

Die drei S. Die Taktik war klar: Sie würden beruflich gut sein. Und extrem gut im Service. Der Slogan war: Service, Service, Service.

„Zu dieser Zeit war es nicht der Fall, dass Kanzleien gut im Service waren. Ganz im Gegenteil. Der Mandant erhielt eine Antwort, wenn es ihnen passte. Die Rechnungen wurden vielleicht einmal im Jahr verschickt“, erzählt Steenstrup.

Er führte monatliche Abrechnungen ein.

„Mein Architekt hat es so gemacht, also warum sollten wir das nicht auch tun?“, fragte sich der Gründer.

Den Mandanten wurde eine ganz andere Art von Service geboten als bisher üblich.

„Das hat die Branche also in der Tat verändert, sie hat sich professionell weiterentwickelt. Aber als wir angefangen haben, war der Service für uns ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Er wurde wichtig für unsere Kultur“, sagt er.

Also erstellten sie eine Broschüre. Das war beinahe ein Teil Rechtsgeschichte.

„Im Rahmen unserer Arbeit in der Schifffahrtsbranche wurden wir von internationalen Anwaltskanzleien besucht, darunter eine aus Panama, die uns eine Broschüre über sich selbst mitbrachte. So wurden wir die erste Anwaltskanzlei in Norwegen mit einer eigenen Broschüre. Wir mussten sogar herausfinden, ob es ethisch in Ordnung ist, Anwaltsdienstleistungen per Marketing zu bewerben. Wir fühlten uns tatsächlich ein wenig unhöflich. Ich weiß, dass diese Broschüre in vielen Kanzleien auf dem Schreibtisch landete“, sagt Steenstrup.

Die Broschüre war gelb. „Uns wurde schnell geraten, das Design in blau und glänzend zu ändern, damit wir höhere Gebühren verlangen können“, lacht er.

Neuer Name an der Tür.  Kurz vor der Jahrhundertwende arbeiteten 28 Anwälte in der Kanzlei.

Morten Steenstrup befand sich auf einer Reise nach Brüssel, um den EU-Kommissar für Verkehr zu treffen. Aus dem gleichen Grund war ein weiterer erfahrener Anwalt anwesend, Bjørn Stordrange, den Steenstrup seit seinem 16. Lebensjahr kannte.

 „Auf dem Weg nach Hause nach einem netten Abendessen, sagte ich: ‚Du solltest zu mir kommen, Bjørn.‘ Er antwortete: ‚Ich habe durchaus daran gedacht, mich zu verändern. Aber dann will ich meinen Namen an der Tür haben.‘ Ich dachte, das wäre eine ausgezeichnete Idee“, sagt Steenstrup. Der Rest ist Geschichte.

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